Vorwort von Werner Wenning und Dr. Wolfgang Plischke
Sehr geehrte Damen und Herren,
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| Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender (links) und Dr. Wolfgang Plischke, zuständig im Vorstand für Innovation, Technologie und Umwelt |
Uns ist bewusst, dass wir zu den Emittenten von Treibhausgasen zählen, aber wir sind auch Teil der Lösung. Schließlich tragen unsere Produkte schon heute auf vielfältige Weise zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung bei, und wir haben in unseren Anlagen bereits große Fortschritte beim Klimaschutz erzielt.
Gleichwohl bleiben wir bei den bisherigen Erfolgen nicht stehen, sondern wollen auch in Zukunft neue Maßstäbe setzen. Als gesellschaftlich verantwortungsbewusstes Unternehmen sieht sich Bayer verpflichtet, weitere aktive Beiträge zur Bewältigung einer der größten Herausforderungen unserer Zeit zu leisten. Dazu starten wir jetzt unser langfristig angelegtes, konzernweites Klimaprogramm, das „Bayer Climate Program“. Es basiert auf unserer neuen „Bayer-Politik zum Klimawandel“.
Das Programm umfasst zahlreiche integrierte Maßnahmen, die sowohl dem verstärkten Klimaschutz als auch dem Umgang mit dem Klimawandel dienen. Das zentrale Prinzip ist dabei, den wirtschaftlichen Erfolg in Einklang zu bringen mit dem Schutz der Umwelt und den Bedürfnissen der Gesellschaft.
So haben wir uns für den Zeitraum 2005 bis 2020 neue ambitionierte Ziele zur Verringerung der Treibhausgase gesetzt. Weltweit will etwa unser Teilkonzern Bayer MaterialScience in dieser Zeit seine spezifischen CO2-Emissionen pro Tonne Verkaufsprodukt um 25 Prozent reduzieren. Gleichzeitig sollen auch die absoluten Emissionen in den weniger energieintensiven Teilkonzernen Bayer CropScience und Bayer HealthCare gesenkt werden – und zwar um 15 bzw. fünf Prozent.
Wir wollen diese anspruchsvollen Ziele nicht zuletzt durch eines von vier sogenannten „Leuchtturmprojekten“, den innovativen „Bayer Climate Check“, erreichen. Damit werden wir zunächst weltweit 100 Produktionsstätten auf ihre Energie-Effizienz untersuchen. Systematisch werden wir die Vorkette der eigentlichen Produktion prüfen und die Rohstoffe, den Energiebezug und die Energieform sowie die Logistikprozesse in die Betrachtung mit einbeziehen. Das Ziel ist, die Produktionsprozesse weiter zu optimieren. Außerdem können wir mit Hilfe des Klimachecks die ökologische Bewertung von bedeutenden Neuinvestitionen gezielt um Klima-Gesichtspunkte erweitern. Wir erwarten dadurch eine Verringerung der direkten und indirekten Treibhausgas-Emissionen um fünf bis zehn Prozent.
Darüber hinaus haben wir in unseren Budgets eine Milliarde Euro vorgesehen, die wir in den Jahren 2008 bis 2010 in klimarelevante Forschung und Entwicklung sowie Projekte investieren wollen.
Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Einsatz von Polyurethan als Dämmstoff. Denn in der Gebäudedämmung lässt sich mit diesem Material mehr als das 70-fache der Energie einsparen, die für seine Herstellung benötigt wird.
Vor diesem Hintergrund ist als weiteres Leuchtturmprojekt das „Bayer EcoCommercial Building“ zu sehen. Dabei handelt es sich um ein Konzept für Büro- und Industriegebäude mit Null-Emissionen, das in allen Klimazonen Einsatz finden kann. Dazu sollen integrierte Baukonzepte beitragen – auch unter Verwendung verschiedener Bayer-Materialien. Ein derartiges Gebäude realisieren wir erstmals 2008 in New Delhi, Indien.
Ohne Frage werden in Zukunft auch die sogenannten Biofuels an Bedeutung gewinnen: ressourcenschonende und emissionsmindernde Kraftstoffe, für die Pflanzen den Rohstoff darstellen. Eine besondere Rolle spielt dabei Raps, und Weltmarktführer auf dem Gebiet des Raps-Hybridsaatguts ist Bayer CropScience. Das Saatgut unseres Teilkonzerns für Hochertragsraps führt zu rund 20 Prozent höheren Ernteerträgen, als sie mit üblichen Hybrid-Sorten erzielt werden.
Wir widmen uns auch den Folgen des Klimawandels. Derzeit arbeitet Bayer CropScience daran, stresstolerantere Pflanzen zu entwickeln, die auch unter extremen Bedingungen wie Hitze und Dürre noch gute Erträge liefern.
Sie sehen, wir sind ein kompetenter Partner für innovative Lösungen, die helfen, uns auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. Darüber hinaus fördern wir flankierend zu unseren eigenen Forschungsanstrengungen auch externe wissenschaftliche Innovationen. So stiftet unsere neue Bayer Science and Education Foundation den „Bayer Climate Award“. Der Preis wird an Wissenschaftler für zukunftsweisende Lösungen vergeben und ist mit 50.000 Euro dotiert. Ferner wird die Stiftung im Rahmen ihres Stipendienprogramms unter dem Titel „Bayer Climate Fellows“ engagierten Schülerinnen und Schülern mit einer finanziellen Unterstützung von bis zu 5.000 Euro die Teilnahme an Seminaren zum Thema Klimaschutz im Ausland ermöglichen.
Selbstverständlich ist der Erfolg unseres Bayer-Klimaprogramms nicht zuletzt auch davon abhängig, wie sehr unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich verpflichtet fühlen, es zu unterstützen. Daher halten wir es für ganz wesentlich, sie in unsere Maßnahmen einzubeziehen. Denn jeder von uns kann etwas für den Klimaschutz tun: am Arbeitsplatz, beim Reisen, bei der Kommunikation und beim Auto fahren. Auch wenn es sich dabei um kleinere Beiträge handelt, können sie doch dazu dienen, das Bewusstsein für den Klimaschutz zu schärfen.
So wollen wir zum Beispiel Firmenflüge reduzieren und stattdessen vermehrt auf moderne Konferenz-Techniken zurückgreifen. Und wir beabsichtigen, die durch unsere Dienstfahrzeuge verursachten Emissionen von 2007 bis 2012 um 20 Prozent verringern. Dieses Ziel setzen wir uns auch für die Fahrzeuge des Konzernvorstands. Wir werden – zunächst in Deutschland und anschließend international – Anreize für die Nutzung CO2-emissionsarmer Dienstfahrzeuge schaffen. Denn so, wie der Klimawandel von vielen einzelnen Faktoren hervorgerufen wird, so sind auch Erfolge oft die Summe zahlreicher Aktionen.
Sie sehen, Bayer setzt sich nach Kräften für verstärkten Klimaschutz ein – ganz im Sinne unseres Leitbilds „Bayer: Science For A Better Life“.

Werner Wenning Dr. Wolfgang Plischke
Vorsitzender des Vorstandes der Bayer AG Mitglied des Vorstandes der Bayer AG,
verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt
Vorsitzender des Vorstandes der Bayer AG Mitglied des Vorstandes der Bayer AG,
verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt

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