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Bayer Climate Program:
Verantwortung übernehmen gegenüber zukünftigen Generationen
Aus den Ausführungen von Werner Wenning, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, anlässlich des Umweltsymposiums der Kansai Economic Federation (Kankeiren) am
11. November 2008 in Osaka, Japan.
11. November 2008 in Osaka, Japan.
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es ist mir eine große Freude und Ehre, heute Ihr Gast zu sein und mit Ihnen wesentliche Aspekte des globalen Umweltschutzes zu erörtern.
Mir ist mein Besuch hier in Japan willkommener Anlass, neue Eindrücke zu sammeln und Erfahrungen auszutauschen.
Es ist für mich besonders eindrucksvoll zu sehen, wie Sie sich als „Kansai Economic Federation“ gemeinsam den Herausforderungen unserer Zeit stellen. Ich denke, dies hat Modellcharakter: dass sich die Wirtschaft einer Region zusammenschließt und gemeinsam für die Interessen der Region mit seinen Menschen eintritt.
Lassen Sie mich also gleich zu Anfang meine Anerkennung ausdrücken und Kankeiren weiterhin den verdienten Erfolg wünschen.
Auch die Wahl des Themas für die heutige Veranstaltung spricht für den Veranstalter. Denn umweltfreundliche Produkte und Technologien sind heute notwendiger denn je.
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Eine Weiterentwicklung stellt das Konzept des „Sustainable Development“ dar, das die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen in den Mittelpunkt stellt. Heute steht das Thema Umweltschutz wieder ganz oben auf der Agenda von Politik, Unternehmen und gesellschaftlichen Gruppen. Es hat vor allem durch ein Phänomen geradezu eine Renaissance erfahren: Die Rede ist vom Klimawandel.
Der Abschlussbericht des Weltklimarates der Vereinten Nationen kam im vergangenen Jahr zu einem eindeutigen Ergebnis, vor dem die Welt nicht länger die Augen verschließen kann: Der Klimawandel ist Fakt. Und er ist vom Menschen maßgeblich mit verursacht.
Er ist die größte ökologische Herausforderung, die in Europa und weltweit die aktuelle Umweltdebatte bestimmt – und dies wird aller Voraussicht nach noch einige Jahre so sein.
Manche unter Ihnen werden sich vielleicht fragen, inwiefern das Unternehmen, das ich repräsentiere – Bayer – von den Fragen des Klimaschutzes überhaupt konkret tangiert ist. Denn Bayer ist hier in Japan in erster Linie bekannt als Pharmaunternehmen. Wir sind aber auch auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes aktiv. Und wir sind ein führender Hersteller hochwertiger Kunststoffe.
Das bedeutet zusammengefasst: Fast 11 Millionen Tonnen Produkt pro Jahr, hoher Rohstoff- und Energieverbrauch – signifikante Treibhausgas-Emissionen.
Kurz: Auch für uns bei Bayer steht das Thema „Energieverbrauch und Klimaschutz“ ganz oben auf der Tagesordnung.
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Weil die durch den Menschen verursachte Erwärmung der Erdatmosphäre unsere Zukunftsfähigkeit direkt tangiert. Und weil eine ungebremste Klimaveränderung dramatische Folgen für unsere Kinder und nachfolgende Generationen haben wird!
An dieser Priorität ändert auch die Krise an den weltweiten Finanzmärkten und der sich verschärfende Wirtschaftsabschwung nichts. Es wäre fatal, die Bemühungen um eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen angesichts der derzeitigen Turbulenzen zurückzustellen.
Denn gerade die Finanzkrise zeigt die fatalen Folgen auf, wenn ökonomisches Verhalten nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist.
Deshalb ist mir wichtig: Klimaschutz ist kein Luxus, den wir uns nur in guten Zeiten erlauben. Die Finanzkrise erschwert zwar vorübergehend die Bedingungen. Sie darf aber nicht zur Minderung unser aller Bemühungen in Sachen Klimaschutz führen.
Denn so komplex das Thema in der Sache sein mag: Für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft reduziert es sich im Kern auf eine grundsätzliche Ja-Nein-Frage: Bekennen wir uns zu unser Verantwortung – oder nicht? Die Antwort kann nur lauten: Wir müssen es.
Das sind wir unseren nachfolgenden Generationen schuldig. Deshalb gilt es, unser Commitment unter Beweis zu stellen.
Und wir müssen heute handeln, wir dürfen keine Zeit verlieren. Ansonsten verschlechtern wir drastisch unsere Ausgangslage, die negativen Folgen des Klimawandels zu begrenzen.
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'Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu vermeiden, so seine These, sei eine Begrenzung der Erderwärmung auf 2 bis 3 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter notwendig.
Die Kosten einer solchen Begrenzung würden im günstigsten Fall bis 2050 bei jährlich rund einem Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts liegen.
Wenn wir allerdings nicht handeln, so Stern, würden sich die Kosten im selben Zeitraum auf jährlich 5 bis 20 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes steigern.
Ein weiterer zentraler Aspekt der negativen Szenarien der Erderwärmung öffnet auch eine moralische Dimension: Denken wir nur an Überschwem- mungen, vertrocknete Agrarflächen bis hin zu sich ausbreitenden Epidemien. Obgleich der Klimawandel hauptsächlich von den Industrienationen mit verursacht worden ist, sind die Entwicklungsländer die vorrangig Betroffenen.
Vor diesem Hintergrund brauchen wir ein klares, weltweites Bekenntnis für einen verstärkten und effektiven Klimaschutz.
Doch sind wir in der Lage, uns international auf eine gemeinsame Vorgehensweise zu einigen – und die Abkommen dann auch einzuhalten?
Die gute Nachricht ist: Der Trend geht eindeutig in Richtung „Ja“.


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